30 June, 2008

143rd YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

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WM-Traum aus für USA ­ Dr. Merk half mit

Der Husarenritt der US-Nationalelf bei der WM2002 hat sich nicht wiederholt. Im dritten und letzten Gruppenspiel scheiterte die USA am 22. Juni teils an der Überraschungself des bisherigen WM-Verlaufs und teils an unfähigen Leistungen der Schiedsrichter. Ghana, das niemand auf der Rechnung hatte obzwar mit Michael Essien und Stephen Appiah Weltklassespieler in seinen Reihen stehen, warf mit einem glücklichen 2:1 nicht nur die USA aus der WM sondern auch die Tschechische Republik, die sich nach dem souveränen 3:0 gegen die USA ein 0:2 gegen Ghana leistete und im dritten Spiel mit dem gleichen Ergebnis Italien unterlag.

Der deutsche Schiedsrichter Dr. Markus Merk, ein Zahnarzt aus Kaiserslautern entschied im Endeffekt das Spiel der USA gegen Ghana mit einem niemals nachvollziehbaren Elfmeter Minuten nachdem die USA zum 1:1 ausgeglichen hatte. Appiah verwandelte unhaltbar zum 1:2. Mit seiner Entscheidung entzog Merk der US-Elf die Gelegenheit, in der zweiten Hälfte mit einem Treffer trotzdem ins Achtelfinale vorzurücken, denn auch ein 2:2 hätte der USA nicht gereicht. Ghana benötigte lediglich ein Unentschieden, auch wenn Tschechien ebenfalls ein Unentschieden erreicht hätte.

Haminu Draman stellte Ghanas 1:0-Führung her nach einem groben Fehler Claudio Reyna (22.). das überhaupt einzige selbst erzielte Tor der USA in der WM 2006 war auch eines der schönsten. Clint Dempsey (43.) verwandelte einen perfekten Diagonalpass von DaMarcus Beasley unhaltbar mit dem Spann.

Nach der starken kämpferischen Leistung gegen Italien verabschiedete die USA sich auch gegen Ghana mit Kämpferherz, wurde aber nicht nur Opfer der Schiedsrichter sondern auch Opfer der eigenen Stützen Reyna, Donovan und Beasley, die in keiner Weise die in sie gesetzten Erwartungen umsetzen konnten.

USA: Keller ­ Cherundolo, Conrad, Onyewu, Bocanegra ­ Dempsey, Reyna, Donovan, Lewis, Beasley ­ McBride.

Einwechselspieler: Olsen für Reyna (22.), Johnson für Cherundolo (60.), Convey für Lewis (73.).

Ghana: Kingston ­ Iliasu, Mohammed, Mensa, Painstil ­ Dramani, Appiah, Boateng, Essien ­ Pimpong, Amoah.

Einwechselspieler: O. Addo für Boateng, E. Addo für Amoah (58.), Tachie-Mensah für Dramani (79.)

Torfolge: 0:1 Dramani (22.), 1:1 Dempsey (43.), 1:2 Appiah (45+2, Elfmeter).

Anmerkung: Die Stars der Ghanesen und ihre Klubs: E. Addo (PSV Eindhoven), Kuffour (AS Roma, vordem Bayern München), Mensah (Stade Rennes), Sarpei (VfL Wolfsburg), O. Addo (FSV Mainz 05), Appiah (Fenerbahce Istanbul), Boateng (AIK Stockholm), Dramani (Roter Stern Belgrad), Essien (FC Chelsea London), Muntari (Udinese), Amoah (Borussia Dortmund), Gyan (Modena), Pimpong (FC Kopenhagen), Tachie-Mensah (FC St. Gallen).

Poldi machte peng-peng

Allianz-Arena, München ­ So titelte die BamS (Bild am Sonntag) am 25. Juni eine Reportage vom 2:0 Deutschlands im Achtelfinale gegen Schweden. Und wie die BamS so ganz im Stil ohne Krawatte für Fans im T-Shirt schreibt (die WamS, also die Welt am Sonntag, würde lieber den Betrieb einstellen, als peng-peng zu schreiben), so berichten diese Zeilen auch von und unter den wahren Fans. Die Spielberichte finden sie auf den anderen Sportseiten.

Also 9 Uhr am Samstag Morgen, am Spieltag Deutschland ­ Schweden. Ich bin mit dem Auto am Stadiontor ­ Einlass nur mit Parkschein, alle an VIP's vergeben. Im Umkreis von 2km wird alles gesperrt um das Stadion ­ zugelassen nur die U-Bahn. Also gut, zurück nach Unterschliessheim ins Hotel und mit der S-Bahn und der Familie zum Marienplatz ­ vier Stunden vor dem Anpfiff. Schweden, Wikinger und Germanen liefern sich gutmütige Schlachtrufgefechte. Scherben überall, Schilde und Steingebilde sind mit Draht überspannt zum Schutz. Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff ­ 50,000 Menschen klemmen sich in die einzige U-Bahn zur Arena. Meine Frau wird zwei Mal fast ohnmächtig in dem Gedränge, ein Mal hilft uns ein breitschultriger Polizist, der einen starken jungen Burschen einfach vom Zug wieder herunterreisst, weil er uns zerquetschen würde. Schliesslich am Stadion: so einen Chaos hätte ich in Deutschland wahrlich nicht erwartet, und ich muss sagen, am nächsten Tag (25. Juni) in Daimler-Stadion in Stuttgart (England ­ Ekuador) ging alles rund ohne den Hauch eines Chaos.

Der Abgang aus der Allianz-Arena war fast noch schlimmer ­ wieder 50,000 Menschen in die U-Bahn, am Marienplatz dann Umsteigen in die S-Bahn ­ das war dann fast normal. Am Abend hat das Münchner Sommerbier dann besonders gut geschmeckt.

Anmerkung: Ich bin früher, vor zwanzig oder so Jahren, im Presse-Tross, also auf der Pressetribüne mit Sonderzufahrt, Klimaanlage und bestem Speis und Trank zur Genüge gewesen. Da ist man so abgeschirmt von allen, das ist kein echtes Ding für einen Fussballanhänger. Das letzte Mal war ich bei so etwas auf der Pressetribüne bei Deutschland ­ USA in Chicago. Als ich sah, dass meine Frau ohne Schutz mitten im Pöbel sass, war's aus für mich auf der Pressetribüne.

MLS am TV

1. Juli 18:00 Uhr New England ­ NY Red Bulls (live bei ESPN2)

8. Juli 7:00 Uhr Houston ­ Chivas USA (live bei ESPN2)

WM am TV

Viertelfinale

30. Juni 10:55 Uhr aus Berlin (live bei ESPN)

14:55 Uhr aus Hamburg (live bei ESPN2)

1. Juli 10:30 Uhr aus Gelsenkirchen (live bei ABC-TV)

14:55 Uhr aus Frankfurt (live bei ESPN)

Halbfinale

4. Juli 14:55 Uhr aus Dortmund (live bei ESPN)

5. Juli 14:55 Uhr aus München (live bei ESPN)

 

Kleines Finale 14:55 Uhr aus Stuttgart (live bei ESPN)

Finale

9. Juli 13:30 Uhr aus Berlin (live bei ESPN)

 

US Open Cup 2006: $10,000 Preisgeld für besten Amateurverein

Chicago ­ Der US-Fussballverband schüttet insgesamt $180,000 an Preisgeldern aus für den Lamar Hunt US Open Cup 2006. Nach $100,000 für den Sieger und $50,000 für den Unterlegenen im Finale, verbleiben noch $30,000, die getrennt aufgeteilt werden. Dabei entfallen auch $10,000 auf jenen der verbleibenden acht Vereine, der aus dem Amateurbereich des Verbands am weitesten im Pokal vordringt. Der Amateurbereich nennt sich USASA (US Adult Soccer Association) und umfasst alle durch die Staatsverbände angegliederten Vereine. Ein Beispiel sind Carpathia Kickers im Staatsverband Michigan. Die Kickers nahmen am Regionalturnier der USASA-Region II (Mittleren Westen) teil, erreichten aber nicht das Endspiel der Region II, was nötig war, um sich für die 1. Hauptrunde auf Landesebene zu qualifizieren. Lediglich der Sieger der Region II, Chicago Lightning, erreichte auch die 1. Hauptrunde, der Zweite aus der Region II scheiterte in der weiteren Qualifikationsrunde zur 1. Hauptrunde zwischen Wettbewerbern aus der PDL (Professional Development League der USL) und der USASA.

Von den acht Finalgegnern der USASA-Regionen I, II, III und IV mussten zwei unterlegene Finalgegner in die Vorqualifikation, und beide verloren. Die sechs verbleibenden Vereine aus der USASA in der 1. Hauptrunde auf Landesebene hiessen Roma FC (Staatsverband Texas), Milford International (Massachusetts), Chicago Lightning (Illinois), Dallas Mustang Legends (Texas), Arizona Sahuaros und Sonoma County Sol (California).

Für die Überraschungen der 1. Hauptrunde auf Landesebene sorgten die Arizona Sahuaros mit 5:1 gegen Brigham Young U aus der PDL und Sonoma County Sol (6:5 im Elfmeterstechen) gegen Ogden Outlaws (Utah), ebenfalls aus der PDL. Auch Roma FC war den PDL-Gegner Laredo Heat SC (4:2 nach Elfmeterstechen) aus dem Wettbewerb.

Ihrerseits sorgten auch Michigan Bucks aus der PDL für eine Überraschung in der 1. Hauptrunde. Die Bucks schlugen Pittsburgh Riverhounds aus der USL-2, auch B-League genannt, 2:0 auf dem Platz der Rochester Adams High School.

Auch jene Mannschaft, welche aus der PDL am weitesten im Pokal vordringt, erhält $10,000. Die verbleibenden $10,000 entfallen auf den erfolgreichsten Klub aus der B-League.

Lamar Hunt US Open Cup 2006 ­ 1. Hauptrunde auf Landesebene

Mich Bucks (PDL) ­ Pittsburgh Riverhounds (B-League) 2:0

Wilmington Hammerheads (B) ­ Va. Beach Submarines (PDL) 3:1

Carolina Dynamo (PDL) ­ Cape Cod Crusaders (PDL) 4:3

Laredo Heat (PDL) ­ Roma FC (USASA) 2:2 (2:4 n.E.)

Chicago Lightning (USASA) ­ Milford Inter (USASA) 0:1

Des Moines Menace (PDL) ­ Dallas Mustangs (USASA) 3:2

Arizona Sahuaros (USASA) ­ BYU Cougars (PDL) 5:1

Sonoma C. Sol (USASA) ­ Ogden Outlaws (PDL) 1:1 (6:5 n.E.)

2. Hauptrunde auf Landesebene 28. Juli

Charleston Battery (A-League) ­ Sonoma County Sol

Wilmington ­ Charlotte Eagles (B-League)

Arizona Sahuaros ­ Va. Beach Mariners

Minnesota Thunder (A-League) ­ Des Moines Menace

Michigan Bucks ­ Cincinnati Kings (B-League)

Roma FC ­ Miami FC (A-League)

Carolina Dynamo ­ Richmond Kickers (B-League)

NH Phantoms (B-League) ­ Milford Inter

3. Hauptrunde am 12. Juli

Die ersten vier Klubs der Vollprofi-Liga MLS greifen erst in der 3. Hauptrunde ein: Real Salt Lake, Kansas City Wizards, Columbus Crew und Chivas USA. Gewinnen die Michigan Bucks gegen Cincinnati Kings, treten sie am 12. Juli daheim gegen Columbus Crew an. Anstoss wäre um 19:30Uhr auf dem Platz der Stoney Creek High School (Tienken Road, östlich von Rochester Road)

 

Kickers-Vorschau

Anmerkung: Alle Spiele auf der Carpathia-Anlage, 38000 Utica Road in Sterling Heights

29. Juni - 19 Uhr Kickers Über 40

6. Juli - 19 Uhr Kickers Damen

10. Juli - 19 Uhr Kickers Über 40

14. Juli - 18:30 Uhr Kickers A ­ Det Eagles

16. Juli - 10 Uhr Kickers Ü30A ­ UK Royals

14 Uhr Kickers B ­ Inter Booters

16 Uhr Kickers A ­ White Eagles

MPSL-Tabellen

Premier Conference

SP T P

Kickers A 2 8:2 6

Intra Armad. 3 5:8 4

Mid-Mich 2 2:2 3

Mich Stars 1 1:1 1

Mich Celtic 0 0:0 0

Det United 0 0:0 0

W Eagles 0 0:0 0

River Plate A 0 0:0 0

Plymouth 1 1:2 0

Det Eagles 1 0:2 0

Open Conference

Carp. Kickers B 6 13:4 14

Hellas 4 15:10 9

FSC Lightning 3 6:5 6

USC Lancers 3 6:2 5

Metro Rangers A 3 6:7 4

Metro Rangers B 4 4:8 4

Port Huron SC 2 3:5 3

FSC Rangers 4 6:15 3

Inter Booters 1 7:0 3

Detroit Croatia 3 4:7 1

Mich Celtic B 2 2:3 1

Intra Jets B 2 2:6 0

Berichtigung: Unmenschliches Unentschieden

Unter den Möglichkeiten für Vorrücken der USA ins Achtelfinale gab es auch jene im Falle eines Unentschiedens zwischen Italien und Tschechien, nicht eines Unmenschlichen, wie das Druckerteufelchen es in unserer letzten Spalte ausdrückte.

Last modified on:01/14/2008

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