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Der Husarenritt der US-Nationalelf bei der WM2002 hat sich nicht wiederholt.
Im dritten und letzten Gruppenspiel scheiterte die USA am 22. Juni teils an
der Überraschungself des bisherigen WM-Verlaufs und teils an unfähigen
Leistungen der Schiedsrichter. Ghana, das niemand auf der Rechnung hatte
obzwar mit Michael Essien und Stephen Appiah Weltklassespieler in seinen
Reihen stehen, warf mit einem glücklichen 2:1 nicht nur die USA aus der WM
sondern auch die Tschechische Republik, die sich nach dem souveränen 3:0
gegen die USA ein 0:2 gegen Ghana leistete und im dritten Spiel mit dem
gleichen Ergebnis Italien unterlag.
Der deutsche Schiedsrichter Dr. Markus Merk, ein Zahnarzt aus Kaiserslautern
entschied im Endeffekt das Spiel der USA gegen Ghana mit einem niemals
nachvollziehbaren Elfmeter Minuten nachdem die USA zum 1:1 ausgeglichen
hatte. Appiah verwandelte unhaltbar zum 1:2. Mit seiner Entscheidung entzog
Merk der US-Elf die Gelegenheit, in der zweiten Hälfte mit einem Treffer
trotzdem ins Achtelfinale vorzurücken, denn auch ein 2:2 hätte der USA nicht
gereicht. Ghana benötigte lediglich ein Unentschieden, auch wenn Tschechien
ebenfalls ein Unentschieden erreicht hätte.
Haminu Draman stellte Ghanas 1:0-Führung her nach einem groben Fehler
Claudio Reyna (22.). das überhaupt einzige selbst erzielte Tor der USA in
der WM 2006 war auch eines der schönsten. Clint Dempsey (43.) verwandelte
einen perfekten Diagonalpass von DaMarcus Beasley unhaltbar mit dem Spann.
Nach der starken kämpferischen Leistung gegen Italien verabschiedete die USA
sich auch gegen Ghana mit Kämpferherz, wurde aber nicht nur Opfer der
Schiedsrichter sondern auch Opfer der eigenen Stützen Reyna, Donovan und
Beasley, die in keiner Weise die in sie gesetzten Erwartungen umsetzen
konnten.
USA: Keller Cherundolo, Conrad, Onyewu, Bocanegra Dempsey, Reyna,
Donovan, Lewis, Beasley McBride.
Einwechselspieler: Olsen für Reyna (22.), Johnson für Cherundolo (60.),
Convey für Lewis (73.).
Ghana: Kingston Iliasu, Mohammed, Mensa, Painstil Dramani, Appiah,
Boateng, Essien Pimpong, Amoah.
Einwechselspieler: O. Addo für Boateng, E. Addo für Amoah (58.),
Tachie-Mensah für Dramani (79.)
Torfolge: 0:1 Dramani (22.), 1:1 Dempsey (43.), 1:2 Appiah (45+2, Elfmeter).
Anmerkung: Die Stars der Ghanesen und ihre Klubs: E. Addo (PSV Eindhoven),
Kuffour (AS Roma, vordem Bayern München), Mensah (Stade Rennes), Sarpei (VfL
Wolfsburg), O. Addo (FSV Mainz 05), Appiah (Fenerbahce Istanbul), Boateng (AIK
Stockholm), Dramani (Roter Stern Belgrad), Essien (FC Chelsea London),
Muntari (Udinese), Amoah (Borussia Dortmund), Gyan (Modena), Pimpong (FC
Kopenhagen), Tachie-Mensah (FC St. Gallen).
Poldi machte peng-peng
Allianz-Arena, München So titelte
die BamS (Bild am Sonntag) am 25. Juni eine Reportage vom 2:0 Deutschlands
im Achtelfinale gegen Schweden. Und wie die BamS so ganz im Stil ohne
Krawatte für Fans im T-Shirt schreibt (die WamS, also die Welt am Sonntag,
würde lieber den Betrieb einstellen, als peng-peng zu schreiben), so
berichten diese Zeilen auch von und unter den wahren Fans. Die Spielberichte
finden sie auf den anderen Sportseiten.
Also 9 Uhr am Samstag Morgen, am Spieltag Deutschland Schweden. Ich bin
mit dem Auto am Stadiontor Einlass nur mit Parkschein, alle an VIP's
vergeben. Im Umkreis von 2km wird alles gesperrt um das Stadion zugelassen
nur die U-Bahn. Also gut, zurück nach Unterschliessheim ins Hotel und mit
der S-Bahn und der Familie zum Marienplatz vier Stunden vor dem Anpfiff.
Schweden, Wikinger und Germanen liefern sich gutmütige Schlachtrufgefechte.
Scherben überall, Schilde und Steingebilde sind mit Draht überspannt zum
Schutz. Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff 50,000 Menschen klemmen sich
in die einzige U-Bahn zur Arena. Meine Frau wird zwei Mal fast ohnmächtig in
dem Gedränge, ein Mal hilft uns ein breitschultriger Polizist, der einen
starken jungen Burschen einfach vom Zug wieder herunterreisst, weil er uns
zerquetschen würde. Schliesslich am Stadion: so einen Chaos hätte ich in
Deutschland wahrlich nicht erwartet, und ich muss sagen, am nächsten Tag
(25. Juni) in Daimler-Stadion in Stuttgart (England Ekuador) ging alles
rund ohne den Hauch eines Chaos.
Der Abgang aus der Allianz-Arena war fast noch schlimmer wieder 50,000
Menschen in die U-Bahn, am Marienplatz dann Umsteigen in die S-Bahn das
war dann fast normal. Am Abend hat das Münchner Sommerbier dann besonders
gut geschmeckt.
Anmerkung: Ich bin früher, vor zwanzig oder so Jahren, im Presse-Tross, also
auf der Pressetribüne mit Sonderzufahrt, Klimaanlage und bestem Speis und
Trank zur Genüge gewesen. Da ist man so abgeschirmt von allen, das ist kein
echtes Ding für einen Fussballanhänger. Das letzte Mal war ich bei so etwas
auf der Pressetribüne bei Deutschland USA in Chicago. Als ich sah, dass
meine Frau ohne Schutz mitten im Pöbel sass, war's aus für mich auf der
Pressetribüne.
MLS am TV
1.
Juli 18:00 Uhr New England
NY Red Bulls (live bei ESPN2)
8. Juli 7:00 Uhr Houston Chivas
USA (live bei ESPN2)
WM am TV
Viertelfinale
30. Juni 10:55 Uhr aus
Berlin (live bei ESPN)
14:55 Uhr aus Hamburg (live bei ESPN2)
1. Juli 10:30 Uhr aus Gelsenkirchen
(live bei ABC-TV)
14:55 Uhr aus Frankfurt (live bei ESPN)
Halbfinale
4.
Juli 14:55 Uhr aus Dortmund
(live bei ESPN)
5. Juli 14:55 Uhr aus München (live
bei ESPN)
Kleines Finale 14:55 Uhr aus
Stuttgart (live bei ESPN)
Finale
9.
Juli 13:30 Uhr aus Berlin
(live bei ESPN)
US Open Cup 2006: $10,000 Preisgeld für
besten Amateurverein
Chicago
Der US-Fussballverband schüttet insgesamt $180,000 an Preisgeldern aus für
den Lamar Hunt US Open Cup 2006. Nach $100,000 für den Sieger und $50,000
für den Unterlegenen im Finale, verbleiben noch $30,000, die getrennt
aufgeteilt werden. Dabei entfallen auch $10,000 auf jenen der verbleibenden
acht Vereine, der aus dem Amateurbereich des Verbands am weitesten im Pokal
vordringt. Der Amateurbereich nennt sich USASA (US Adult Soccer Association)
und umfasst alle durch die Staatsverbände angegliederten Vereine. Ein
Beispiel sind Carpathia Kickers im Staatsverband Michigan. Die Kickers
nahmen am Regionalturnier der USASA-Region II (Mittleren Westen) teil,
erreichten aber nicht das Endspiel der Region II, was nötig war, um sich für
die 1. Hauptrunde auf Landesebene zu qualifizieren. Lediglich der Sieger der
Region II, Chicago Lightning, erreichte auch die 1. Hauptrunde, der Zweite
aus der Region II scheiterte in der weiteren Qualifikationsrunde zur 1.
Hauptrunde zwischen Wettbewerbern aus der PDL (Professional Development
League der USL) und der USASA.
Von den acht Finalgegnern der USASA-Regionen I, II, III und IV mussten zwei
unterlegene Finalgegner in die Vorqualifikation, und beide verloren. Die
sechs verbleibenden Vereine aus der USASA in der 1. Hauptrunde auf
Landesebene hiessen Roma FC (Staatsverband Texas), Milford International
(Massachusetts), Chicago Lightning (Illinois), Dallas Mustang Legends
(Texas), Arizona Sahuaros und Sonoma County Sol (California).
Für die Überraschungen der 1. Hauptrunde auf Landesebene sorgten die Arizona
Sahuaros mit 5:1 gegen Brigham Young U aus der PDL und Sonoma County Sol
(6:5 im Elfmeterstechen) gegen Ogden Outlaws (Utah), ebenfalls aus der PDL.
Auch Roma FC war den PDL-Gegner Laredo Heat SC (4:2 nach Elfmeterstechen)
aus dem Wettbewerb.
Ihrerseits sorgten auch Michigan Bucks aus der PDL für eine Überraschung in
der 1. Hauptrunde. Die Bucks schlugen Pittsburgh Riverhounds aus der USL-2,
auch B-League genannt, 2:0 auf dem Platz der Rochester Adams High School.
Auch jene Mannschaft, welche aus der PDL am weitesten im Pokal vordringt,
erhält $10,000. Die verbleibenden $10,000 entfallen auf den erfolgreichsten
Klub aus der B-League.
Lamar Hunt US Open Cup 2006 1. Hauptrunde auf Landesebene
Mich Bucks (PDL) Pittsburgh Riverhounds (B-League) 2:0
Wilmington Hammerheads (B) Va. Beach Submarines (PDL) 3:1
Carolina Dynamo (PDL) Cape Cod Crusaders (PDL) 4:3
Laredo Heat (PDL) Roma FC (USASA) 2:2 (2:4 n.E.)
Chicago Lightning (USASA) Milford Inter (USASA) 0:1
Des Moines Menace (PDL) Dallas Mustangs (USASA) 3:2
Arizona Sahuaros (USASA) BYU Cougars (PDL) 5:1
Sonoma C. Sol (USASA) Ogden Outlaws (PDL) 1:1 (6:5 n.E.)
2.
Hauptrunde auf Landesebene 28. Juli
Charleston Battery
(A-League) Sonoma County Sol
Wilmington
Charlotte Eagles (B-League)
Arizona Sahuaros
Va. Beach Mariners
Minnesota Thunder
(A-League) Des Moines Menace
Michigan Bucks
Cincinnati Kings (B-League)
Roma FC Miami FC
(A-League)
Carolina Dynamo
Richmond Kickers (B-League)
NH Phantoms
(B-League) Milford Inter
3.
Hauptrunde am 12. Juli
Die ersten vier
Klubs der Vollprofi-Liga MLS greifen erst in der 3. Hauptrunde ein: Real
Salt Lake, Kansas City Wizards, Columbus Crew und Chivas USA. Gewinnen die
Michigan Bucks gegen Cincinnati Kings, treten sie am 12. Juli daheim gegen
Columbus Crew an. Anstoss wäre um 19:30Uhr auf dem Platz der Stoney Creek
High School (Tienken Road, östlich von Rochester Road)
Kickers-Vorschau
Anmerkung: Alle
Spiele auf der Carpathia-Anlage, 38000 Utica Road in Sterling Heights
29.
Juni - 19 Uhr Kickers Über 40
6.
Juli - 19 Uhr Kickers Damen
10.
Juli - 19 Uhr Kickers Über 40
14.
Juli - 18:30 Uhr Kickers A Det Eagles
16.
Juli - 10 Uhr Kickers Ü30A UK Royals
14 Uhr Kickers B
Inter Booters
16 Uhr Kickers A
White Eagles
MPSL-Tabellen
Premier Conference
SP T P
Kickers A 2 8:2 6
Intra Armad. 3 5:8
4
Mid-Mich 2 2:2 3
Mich Stars 1 1:1 1
Mich Celtic 0 0:0
0
Det United 0 0:0 0
W Eagles 0 0:0 0
River Plate A 0
0:0 0
Plymouth 1 1:2 0
Det Eagles 1 0:2 0
Open
Conference
Carp. Kickers B 6
13:4 14
Hellas 4 15:10 9
FSC Lightning 3
6:5 6
USC Lancers 3 6:2
5
Metro Rangers A 3
6:7 4
Metro Rangers B 4
4:8 4
Port Huron SC 2
3:5 3
FSC Rangers 4 6:15
3
Inter Booters 1
7:0 3
Detroit Croatia 3
4:7 1
Mich Celtic B 2
2:3 1
Intra Jets B 2 2:6
0
Berichtigung: Unmenschliches Unentschieden
Unter den
Möglichkeiten für Vorrücken der USA ins Achtelfinale gab es auch jene im
Falle eines Unentschiedens zwischen Italien und Tschechien, nicht eines
Unmenschlichen, wie das Druckerteufelchen es in unserer letzten Spalte
ausdrückte. |