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St. Louis Die Heimstärke und der
Rückhalt der 16,061 Zuschauer im Savvis Center genügte den St. Louis
Steamers nicht, sich die von Milwaukee Wave schon im Semifinale verlorene
Krone des US-Profihallenfussballs aufzusetzen. Stattdessen ziert diese Krone
2006 die als Aussenseiter in die Endrunde eingetretene Blast aus Baltimore.
In
der als drittes Spiel gewerteten dramatischen Verlängerung trug Baltimore
den Titel hinweg durch das Golden Goal Michael Wildwoods nach 6. Minuten 33
Sekunden. Wildwoods Schuss hoch neben dem Pfosten schlug unhaltbar für
Steamers - Torwart Brett Phillips ins Netz.
Zuzüglich zu der grossen Kulisse im Savvis Center erlebten auch Millionen
Fernsehzuschauer live bei ESPN2 das auf hohem technischen Stand und mit
brisanten kämpferischen Einsatz ausgetragene Finale. Michael Wildwood, der
Schütze des Golden Goal, avancierte nach offizieller Wahl zum Wertvollsten
Spieler der Finalserie, durch seinen Treffer darf Baltimore sich nun zum
dritten Mal seit 2003 als Meister der US-Hallenprofis profilieren. Auch 2004
gewann Blast den Titel, lediglich Milwaukee Wave durchbrach diese Serie
2005.
Mit einem überzeugenden 4:1 im eigentlichen zweiten Spiel glich St. Louis
die Finalrunde aus. Zwei Tage zuvor am Freitagabend führte Baltimore im
ersten Spiel durch einen 4:2-Sieg die Finalserie an. Der Erfolg in einer
Serie der Endrunde wird in der MISL nicht durch das Aggregat der erzielten
Tore bestimmt, sondern lediglich durch die Anzahl der Siege. Ist die Anzahl
der Siege gleich, steht eine Verlängerung an, die als drittes Spiel gewertet
wird. Die Bezeichnung drittes Spiel läuft dahinaus, dass Strafen vom eben
abgelaufenen zweiten Spiel gestrichen werden, zum Beispiel wäre der Einsatz
eines für das zweite Spiel gesperrten Spielers in der Verlängerung möglich.
Im
Gegensatz zu den relativ hohen Trefferquoten in den Punktrunden und in der
Semifinalserie dominierte die Verteidigung in der Finalserie. Blast erzielte
18 Treffer in den beiden Halbfinalspielen gegen Milwaukee, im Schnitt also
9, Steamers rollten mit 16 Treffern, also 8 im Schnitt, in der
Halbfinalserie über Chicago. Baltimore und St. Louis erzielten beide einen
Schnitt von 6 Treffern pro Spiel in der Punktrunde, in der Finalserie
erreichte St. Louis 3 im Schnitt, Baltimore lediglich 2.5.
Bezeichnend auch die Ausbeute der führenden Torschützen der Punktrunde,
Giuliano Celenza und Adauto Netz (beide Baltimore) und Jamar Beasley und
Schaun David bei St. Louis. In der Punktrunde erzielten die Vier im Schitt
bis zu je 1.3 Treffer, in der Finalrunde gelang allen Vier lediglich ein
Schnitt von jeweils 0.5.
MISL-Finalserie
28. April
Baltimore St. Louis 4:2
30. April
St. Louis Baltimore 4:1
3. Spiel (Verlängerung)
St. Louis Baltimore 0:1
(Golden Goal)
MISL
bis 2007 mit 16 Klubs
St. Louis Im Rahmen des
Endspiels im Savvis Center gab der MISL-Kommissar Steve Ryan eine Reihe
neuer Klubs bekannt, anhand welcher die Profihallenliga in der Saison
2007/2008 auf 16 aufgestockt wird. Bei den neuen Mannschaften handelt es
sich um Orlando, Kansas City und Newark, NJ. Für die Saison 2006/2007 stand
Detroit Ignition bereits als 13. Klub fest.
MLS-Tabellen
Eastern Conference
Kansas City 5Sp 8:4T 12P
Washington 5 11:4 11
New England 3 1:1 4
New York 5 4:7 4
Columbus 5 4:8 4
Chicago 3 4:5 2
Sp
= Spiele, T = Tore, P = Punkte
Western Conference
FC
Dallas 5 10:7 11
Houston 5 9:7 9
Los Angeles 5 6:6 7
Chivas USA 4 4:4 4
Colorado 4 4:7 4
Real Salt Lake 5 5:11 1
29. April
Real Salt Lake Los Angeles 2:3
Washington Dallas 1:1
Columbus Kansas City 0:1
Colorado Houston 0:1
Chivas USA NY Red Bulls 0:0
MLS am TV
6.
Mai
16Uhr New England LA
(live bei ESPN2)
13. Mai
16Uhr Dallas Houston
(live bei ESPN2)
20. Mai
16Uhr Houston Chicago
(live bei ESPN2)
Zeitangaben in Östlicher Sommerzeit (EDT)
Bombensieg der Kickers im US Open Cup
Sterling Heights Der
Torjäger vom Dienst tat seine Pflicht, wartete mit einem Hattrick auf und
die Carpathia Kickers sandten ihren ersten Gegner ausserhalb des Staates mit
einer 6:1-Schlappe heim. Craig Hearn, der schon in der Vorbereitung und im
bis dahin einzigen Pflichtspiel der Saison gegen Detroit Eagles zu starker
Form aufgelaufen war, unterstrick seine Torjäger
qualitäten beim 3:0, 4:0 und 5:1 gegen Vera Cruz Lafayette in der 1. Runde
des US Open Cups 2006 auf Ebene der USSF-Region II.
Neuzugang Ryan Rzepka von Michigan Bucks hatte die Kickers schon früh 2:0 in
Führung gebracht. Mario Piacentini rundete das halbe Dutzend in der 2.
Spielhälfte durch Elfmeter ab.
Der nächste Gegner der Kickers heisst entweder Chicago Lightning oder
Milwaukee Croatians. Bei Redaktionsschluss waren keine Einzelheiten zu
dieser Begegnung bekannt.
Kickers U14 Buben ausgeschieden im Michigan Cup
Ohne Punkt und ohne Tor verabschiedeten die Kickers-Buben U14 Blau sich vom
Michigan Cup 2006 ihrer Altersstufe. Am Dienstag letzter Woche kamen die
Buben mit 0:6 gegen Vardar böse unter die Räder. Am Samstag vor einer Woche
verloren sie nun auch ihr drittes und letztes Spiel mit 0:1 gegen Rochester
Lightning.
Weitere Ergebnisse
Kickers-B U17 Kalamazoo 1:3
Kickers Ü30A Hurling Green 1:1
Kickers Ü40 Plymouth 5:4
Erstes Punktspiel der Kickers A am 21. Mai
Die Liga-Runde beginnt für Kickers A mit einem Heimspiel auf der Carpathia-Anlage.
Gegner 16Uhr ist Detroit United FC. |