30 June, 2008

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Baltimore Meister der Hallen-Profis

St. Louis ­ Die Heimstärke und der Rückhalt der 16,061 Zuschauer im Savvis Center genügte den St. Louis Steamers nicht, sich die von Milwaukee Wave schon im Semifinale verlorene Krone des US-Profihallenfussballs aufzusetzen. Stattdessen ziert diese Krone 2006 die als Aussenseiter in die Endrunde eingetretene Blast aus Baltimore.

In der als drittes Spiel gewerteten dramatischen Verlängerung trug Baltimore den Titel hinweg durch das Golden Goal Michael Wildwoods nach 6. Minuten 33 Sekunden. Wildwoods Schuss hoch neben dem Pfosten schlug unhaltbar für Steamers - Torwart Brett Phillips ins Netz.

Zuzüglich zu der grossen Kulisse im Savvis Center erlebten auch Millionen Fernsehzuschauer live bei ESPN2 das auf hohem technischen Stand und mit brisanten kämpferischen Einsatz ausgetragene Finale. Michael Wildwood, der Schütze des Golden Goal, avancierte nach offizieller Wahl zum Wertvollsten Spieler der Finalserie, durch seinen Treffer darf Baltimore sich nun zum dritten Mal seit 2003 als Meister der US-Hallenprofis profilieren. Auch 2004 gewann Blast den Titel, lediglich Milwaukee Wave durchbrach diese Serie 2005.

Mit einem überzeugenden 4:1 im eigentlichen zweiten Spiel glich St. Louis die Finalrunde aus. Zwei Tage zuvor am Freitagabend führte Baltimore im ersten Spiel durch einen 4:2-Sieg die Finalserie an. Der Erfolg in einer Serie der Endrunde wird in der MISL nicht durch das Aggregat der erzielten Tore bestimmt, sondern lediglich durch die Anzahl der Siege. Ist die Anzahl der Siege gleich, steht eine Verlängerung an, die als drittes Spiel gewertet wird. Die Bezeichnung drittes Spiel läuft dahinaus, dass Strafen vom eben abgelaufenen zweiten Spiel gestrichen werden, zum Beispiel wäre der Einsatz eines für das zweite Spiel gesperrten Spielers in der Verlängerung möglich.

Im Gegensatz zu den relativ hohen Trefferquoten in den Punktrunden und in der Semifinalserie dominierte die Verteidigung in der Finalserie. Blast erzielte 18 Treffer in den beiden Halbfinalspielen gegen Milwaukee, im Schnitt also 9, Steamers rollten mit 16 Treffern, also 8 im Schnitt, in der Halbfinalserie über Chicago. Baltimore und St. Louis erzielten beide einen Schnitt von 6 Treffern pro Spiel in der Punktrunde, in der Finalserie erreichte St. Louis 3 im Schnitt, Baltimore lediglich 2.5.

Bezeichnend auch die Ausbeute der führenden Torschützen der Punktrunde, Giuliano Celenza und Adauto Netz (beide Baltimore) und Jamar Beasley und Schaun David bei St. Louis. In der Punktrunde erzielten die Vier im Schitt bis zu je 1.3 Treffer, in der Finalrunde gelang allen Vier lediglich ein Schnitt von jeweils 0.5.

 

MISL-Finalserie

28. April

Baltimore ­ St. Louis 4:2

 

30. April

St. Louis ­ Baltimore 4:1

 

3. Spiel (Verlängerung)

St. Louis ­ Baltimore 0:1

(Golden Goal)

 

MISL bis 2007 mit 16 Klubs

St. Louis ­ Im Rahmen des Endspiels im Savvis Center gab der MISL-Kommissar Steve Ryan eine Reihe neuer Klubs bekannt, anhand welcher die Profihallenliga in der Saison 2007/2008 auf 16 aufgestockt wird. Bei den neuen Mannschaften handelt es sich um Orlando, Kansas City und Newark, NJ. Für die Saison 2006/2007 stand Detroit Ignition bereits als 13. Klub fest.

 

MLS-Tabellen

Eastern Conference

Kansas City 5Sp 8:4T 12P

Washington 5 11:4 11

New England 3 1:1 4

New York 5 4:7 4

Columbus 5 4:8 4

Chicago 3 4:5 2

Sp = Spiele, T = Tore, P = Punkte

 

Western Conference

FC Dallas 5 10:7 11

Houston 5 9:7 9

Los Angeles 5 6:6 7

Chivas USA 4 4:4 4

Colorado 4 4:7 4

Real Salt Lake 5 5:11 1

 

29. April

Real Salt Lake ­ Los Angeles 2:3

Washington ­ Dallas 1:1

Columbus ­ Kansas City 0:1

Colorado ­ Houston 0:1

Chivas USA ­ NY Red Bulls 0:0

 

MLS am TV

6. Mai

16Uhr New England ­ LA

(live bei ESPN2)

 

13. Mai

16Uhr Dallas ­ Houston

(live bei ESPN2)

 

20. Mai

16Uhr Houston ­ Chicago

(live bei ESPN2)

Zeitangaben in Östlicher Sommerzeit (EDT)

 

Bombensieg der Kickers im US Open Cup

Sterling Heights ­ Der Torjäger vom Dienst tat seine Pflicht, wartete mit einem Hattrick auf und die Carpathia Kickers sandten ihren ersten Gegner ausserhalb des Staates mit einer 6:1-Schlappe heim. Craig Hearn, der schon in der Vorbereitung und im bis dahin einzigen Pflichtspiel der Saison gegen Detroit Eagles zu starker Form aufgelaufen war, unterstrick seine Torjäger

qualitäten beim 3:0, 4:0 und 5:1 gegen Vera Cruz Lafayette in der 1. Runde des US Open Cups 2006 auf Ebene der USSF-Region II.

Neuzugang Ryan Rzepka von Michigan Bucks hatte die Kickers schon früh 2:0 in Führung gebracht. Mario Piacentini rundete das halbe Dutzend in der 2. Spielhälfte durch Elfmeter ab.

Der nächste Gegner der Kickers heisst entweder Chicago Lightning oder Milwaukee Croatians. Bei Redaktionsschluss waren keine Einzelheiten zu dieser Begegnung bekannt.

 

Kickers U14 Buben ausgeschieden im Michigan Cup

Ohne Punkt und ohne Tor verabschiedeten die Kickers-Buben U14 Blau sich vom Michigan Cup 2006 ihrer Altersstufe. Am Dienstag letzter Woche kamen die Buben mit 0:6 gegen Vardar böse unter die Räder. Am Samstag vor einer Woche verloren sie nun auch ihr drittes und letztes Spiel mit 0:1 gegen Rochester Lightning.

 

Weitere Ergebnisse

Kickers-B U17 ­ Kalamazoo 1:3

Kickers Ü30A ­ Hurling Green 1:1

Kickers Ü40 ­ Plymouth 5:4

 

Erstes Punktspiel der Kickers A am 21. Mai

Die Liga-Runde beginnt für Kickers A mit einem Heimspiel auf der Carpathia-Anlage. Gegner 16Uhr ist Detroit United FC.

Last modified on:01/14/2008

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