19 August, 2008

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Schwanger! Wie viel Beauty ist jetzt gesund?

Worauf sie nun achten sollten und welche Schönheitsmittel erlaubt sind Nagellack: besser ohne Lösungsmittel Foto: PhotoDisc

Haare tönen, Nägel lackieren ­ dürfen werdende Mütter das?

Solange Sie die Schönmacher bestimmungsgemäß gebrauchen ­ also nicht mit Haarfarbe die Kopfhaut massieren oder täglich am geöffneten Nagellackfläschchen schnuppern ­, müssen Sie Ihre Beauty-Routine nicht umstellen. Alle kosmetischen Mittel, die bei uns auf den Markt kommen, genügen der Europäischen Kosmetik-Richtlinie und gelten als sicher. Auch dürfen Pflegeprodukte nur Stoffe enthalten, deren Verträglichkeit ausreichend belegt ist. Dennoch sollten Sie Ihre Haut nicht unnötig Inhaltsstoffen aussetzen, die in höherer Konzentration schädlich wirken können. Dr. Wolfgang Paulus, Leiter des Ravensburger Instituts für Reproduktionstoxi-kologie, rät: Bringen Sie vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel möglichst wenige Konservierungs- und Lösungsmittel, Farb- und Duftstoffe auf die Haut. In dieser sensiblen Phase bilden sich beim Embryo die Organe aus." Vermeiden Sie den Kontakt mit Haarfärbemitteln wie Intensiv- Tönungen und Colorationen der Tönungsstufe zwei bis drei (kritisch: aromatische Amine, Resorcin) sowie lösungsmittelhaltige Nagellacke und -entferner (kritisch: Toluol, Formaldehyd). Dass diese Substanzen zumindest der mütterlichen Gesundheit schaden können, ist erwiesen.

Achten Sie beim Kauf auf die Zutatenliste: Steht dort etwa Ben-zoic Acid" (Benzoesäure), stellen Sie das Produkt besser zurück ins Regal. Das Konservierungsmittel kann in höherer Konzentration bis ins mütterliche Blut und so in die Plazenta gelangen. Verzichten sollten Sie daher auch auf Aknemittel mit Benzoylperoxid, einer Vorstufe von Benzoesäure. Alternative: eine Creme oder alkoholische Lösung mit Erythromycin.

Vorsicht auch bei pflanzlichen Produkten: Extrakte aus Ingwer, Gewürznelke, Rosmarin, Thymian und Zimt können bei übermäßigem Gebrauch vorzeitig Wehen auslösen. Andere, wie zum Beispiel Teebaumöl, bergen ein hohes allergisches Risiko, vor allem, wenn sie unverdünnt verwendet werden und die Flasche schon länger steht.

Baby und Familie

 

 

Last modified on:07/07/2008

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