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Haare tönen, Nägel lackieren dürfen werdende Mütter das?
Solange Sie die Schönmacher bestimmungsgemäß gebrauchen
also nicht mit Haarfarbe die Kopfhaut massieren oder täglich am geöffneten
Nagellackfläschchen schnuppern , müssen Sie Ihre Beauty-Routine nicht
umstellen. Alle kosmetischen Mittel, die bei uns auf den Markt kommen,
genügen der Europäischen Kosmetik-Richtlinie und gelten als sicher. Auch
dürfen Pflegeprodukte nur Stoffe enthalten, deren Verträglichkeit
ausreichend belegt ist. Dennoch sollten Sie Ihre Haut nicht unnötig
Inhaltsstoffen aussetzen, die in höherer Konzentration schädlich wirken
können. Dr. Wolfgang Paulus, Leiter des Ravensburger Instituts für
Reproduktionstoxi-kologie, rät: Bringen Sie vor allem im ersten
Schwangerschaftsdrittel möglichst wenige Konservierungs- und Lösungsmittel,
Farb- und Duftstoffe auf die Haut. In dieser sensiblen Phase bilden sich
beim Embryo die Organe aus." Vermeiden Sie den Kontakt mit Haarfärbemitteln
wie Intensiv- Tönungen und Colorationen der Tönungsstufe zwei bis drei (kritisch:
aromatische Amine, Resorcin) sowie lösungsmittelhaltige Nagellacke und -entferner
(kritisch: Toluol, Formaldehyd). Dass diese Substanzen zumindest der
mütterlichen Gesundheit schaden können, ist erwiesen.
Achten Sie beim Kauf auf die Zutatenliste: Steht dort
etwa Ben-zoic Acid" (Benzoesäure), stellen Sie das Produkt besser zurück ins
Regal. Das Konservierungsmittel kann in höherer Konzentration bis ins
mütterliche Blut und so in die Plazenta gelangen. Verzichten sollten Sie
daher auch auf Aknemittel mit Benzoylperoxid, einer Vorstufe von Benzoesäure.
Alternative: eine Creme oder alkoholische Lösung mit Erythromycin.
Vorsicht auch bei pflanzlichen Produkten: Extrakte aus
Ingwer, Gewürznelke, Rosmarin, Thymian und Zimt können bei übermäßigem
Gebrauch vorzeitig Wehen auslösen. Andere, wie zum Beispiel Teebaumöl,
bergen ein hohes allergisches Risiko, vor allem, wenn sie unverdünnt
verwendet werden und die Flasche schon länger steht.
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