06 October, 2008

153rd YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

Stand vom Montag

1 US $ = 0,7402  Euro

1 Euro = 1,3511 US $

Contact Us

Home/Start

Store

Newsstands

 

Sections

Ads/Anzeigen

Archives/Archiv

National Ad Rates

 

Deutsche

Churches/Kirchen

Clubs/Vereine

Radiostationen

 

Fußball

WM 2006

Links

 

Services

Internship/Praktikum

Subscribe

Purchase 150th Anniversary Issue

Address Change

 

 

Es ging um Mord:  Tod durch Schokolade auf einer Bachelorette Party

v.l. Sandy Schwab, Karen Beattie, Jeanne Reiter, Tracy Essad, Katja Hermann, Ingrid Grotloh, Rosel Rempe, Helga Milner, Joyce Steudle, Doris Hopfner, Heidi Jarmolinski, Karen Hausherr, Jan Brown

Port Sanilac ­ Wir waren 13, eigentlich ein gutes Omen, sollte man denken, doch es kam anders. Jeder der teilnehmenden Frauen der Schwaben Ladies wußte, es wird ein Mord passieren. Aber wer wird sterben, warum oder schlimmer noch, wer vollbringt diese böse Tat?

Es begann vor ein paar Monaten, die Schwaben Ladies wollten - wie in vergangenen Jahren - ein Wochenende miteinander verbringen. Dies geht natürlich nicht ohne Diskussionen. Wo fahren wir hin - es darf nicht zu weit sein; wer arrangiert es - es ist viel Arbeit; wann soll es sein - alle sind immer sehr beschäftigt. Katja opferte sich und übernahm die Planung. Schnell wurde dann entschieden, dass man ja auch mal 'was Interessantes machen könnte. Ich weiß gar nicht mehr, wer die Idee eines ,Mörder-Wochenendes' hatte, aber es war auf jeden Fall die beste Idee, die wir je hatten.

Drei Wochen vorher erhielten wir eine kurze Zusammenfassung des Stücks und eine kurze Beschreibung aller Personen, und das Wichtigste: den Namen der Person, die von den jeweiligen Teilnehmern gespielt werden sollte. Strikte Instruktion, nicht mit den anderen darüber zu sprechen, war inbegriffen. Plus jeder sollte für jeden Schokolade mitbringen. Der Titel des Stücks: Mord auf der Bachelorette Party in Lady Godiva's Day Spa". Süß!

Da fing der Stress an. Keiner von uns hatte je sowas mitgemacht. Wir sind doch keine Schauspieler! Der Teufel muß uns geritten haben, das gut zu finden. Vielleicht sag ich doch besser ab. Ich bin keine Schauspielerin, was passiert, wenn ich mich vor den anderen blamiere? Diese und weitere Gedanken gingen durch unsere Köpfe. Je näher die Zeit des Wochenendes rückte, je nervöser wurden wir.

Dann kam die Beschreibung unserer Rolle in den Briefkasten geflattert. Alles lesen und nicht darüber mit den anderen sprechen, versteht sich. Oh Gott, worauf haben wir uns bloß eingelassen? Wer hatte denn diese Idee? Ich kann das nicht, aber vielleicht ist es ja nicht zu schwer.

Nun wirklich, Ladies, diese Wochenenden sind der letzte Schrei - und was andere können, können wir doch wohl auch, oder?

Treffpunkt 9:30 morgens am Samstag bei Jeannie. Alle kommen, gut. Wir gucken uns an, nervös? Nein, gar nicht! (Lügner). Wir wußten es besser. Karen Hausherr gestand hinter vorgehaltener Hand, dass sie so nervös war, dass sie schon mal eine Nacht vorher mit Freundin Joyce ein wenig (ha) geübt hatte.

Strahlender Sonnenschein begleitet uns, doch kurz vor Port Sanalac kam der Nebel auf. Ist das ein schlechtes Zeichen - auf was haben wir uns bloß eingelassen, aber da müssen wir jetzt durch.

Es ist Mittagszeit, und erst müssen wir Leib und Seele stärken. Schnell ist ein Restaurant am Wasser entdeckt, eine gute Auswahl an Gerichten wurde auf der Speisekarte gefunden, die Kellnerin war sehr zuvorkommend und nett. Und jeder bekommt sogar eine Einzelrechnung. Und jetzt ein Begrüßungstrunk. Wesentlich lockerer begeben wir uns ins Bed and Breakfast". Der Abend ist noch weit weg, und wie schwer kann das schauspielern eigentlich sein. Quatsch, sagt Karen H. und Katja erbarmt sich unser und erklärt uns, was am Abend passiert oder besser gesagt, was passieren kann. Wesentlich beruhigter sehen wir nun den Vorkommnissen entgegen. Was stellen wir aber bis zum Abend an? Einige ruhen sich aus, andere gehen etwas am See entlang und wieder andere gehen einkaufen (die hatten allerdings den meisten Spass). Man kann aber auch wirklich die besten Sachen in diesen kleinen Städtchen finden.

Noch schnell eine Zigarette und dann aber los - umziehen, oh nein, ich hab nicht die richtigen Klamotten mitgebracht. Das Wort ,Spa' hab ich wohl gelesen, aber Party nur registriert. Was mach ich bloß, vielleicht ging es den anderen ja auch so. Es ist sowieso zu spät, etwas anderes zu finden und übrigens könnte ich dann meinen Hut nicht tragen. Würde bestimmt komisch aussehen: ein Handtuch und ein Hut. Aber der war ein Muß - wo hat man sonst die Gelegenheit, einen Hut zu tragen.

Die meisten von uns dachten auch ,Party' und die Kleidung passte. Nach einigen Minuten verschwand das Lampenfieber, und wir waren in unsere Rollen vertieft. Jeannie war so gut, das Rosel und fast alle anderen glaubten, sie hatte einen wirklichen Herzinfarkt! Sie spielte die Tote perfekt, dass selbst Karen B. (als Detektiv) erschrak. Die meisten von uns waren konfus. Warum gerade die Person, andere wären doch bestimmt eher dran gewesen. The plot thickens". Hinweise, Mordkarten usw. waren im Raum versteckt, damit wir wußten, was zu tun war. Ich weiß immer noch nicht genau, wie alles passiert ist. Zum Glück war ich nicht die Einzige.

Katja hatte noch eine Überraschung - alle Beteiligten mussten für beste Schauspielerin, Kostüm, Detektiv und reichste Person wählen. Karin Hausherr gewann reichste Dame und teilte die Ehre des Superdetektiv mit Joyce Steudle, ich hatte mal wieder Glück und wurde als beste Schauspielerin und für bestes Kostüm geehrt.

Leider hat uns kein Gespenst in der Nacht besucht, das hätte das Wochenende vollendet.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Hause. Wer will im Kasino anhalten? Oder wer hat eine andere Idee? Shopping gewann. Auf nach Lexington - boy hat sich die Stadt verändert - man muß ja noch irgendwas Schönes finden, das uns an dieses Wochenende erinnert.

Einige waren erfolgreich, Karen B. Kreditkarte wurde am meisten benutzt.

Doch Helga bewies mal wieder wie einfallsreich und spendabel sie sein kann und fand ein Geschäft, das Jägermeister verkaufte. Schnell in den Laden, denn man muss ja schliesslich dieses gelungene Wochenende gebührend feiern. Was machen unsere Männer denn immer, sie singen! Nicht schön aber selten stimmten wir dann auch inmitten der Stadt ein Lied an. ,Prost, Prost meine Herrn' wurde in ,Prost, Prost meine Damen' kurzerhand umgewandelt. Wir hörten uns so gut an, dass die Geschäftsleute und Spaziergänger uns mit rauschendem Beifall belohnten. Wir waren selbst überrascht! Nun zurück - schade!

Das Wochenende mit Freunden war viel zu schnell vorbei. Wir haben gelacht, nein, nicht geweint, wir haben Erinnerungen aufgefrischt und neue gesammelt, wir haben gelebt. Wir bedanken uns noch einmal bei Katja, denn so ein Ausflug ist mit viel Arbeit verbunden. Jeder Klub könnte so ein Mitglied gebrauchen. Aber sie gehört zu uns.

Ingrid Grotloh

 

 

Last modified on:07/07/2008

GACCMI

           
About us Affiliations   Webmaster  

`

© 1996-2008 Nordamerikanische Wochen-Post. All rights reserved.