30 June, 2008

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Prostata: Aktiv unterstützen

Ältere Männer haben häufig Probleme mit der Vorsteherdrüse. Präparate auf Pflanzenbasis lindern die Symptome

Keine falsche Scham - fast jeder Mann in höherem Lebensalter hat Probleme mit der Prostata. Fast jeder Mann im höheren Lebensalter dürfte davon betroffen sein: Die Prostata, ein kastaniengroßes unscheinbares Organ am Ausgang der Blase, beginnt sich zu vergrößern und verengt im Laufe der Zeit den Blasenhals.

Die Folgen dieses Prozesses: ein schwächerer Harnstrahl, Nach-träufeln und ein starker Harndrang besonders auch nachts. Es ist die häufigste gutartige Erkrankung des alternden Mannes", erklärt Professor Christian Stief, Chefarzt der Urologie am Klinikum München-Großhadern. Erbliche Faktoren spielen dabei häufig eine Rolle.

Bei akuten Beschwerden sollten Sie sich aber zunächst unbedingt von Ihrem Arzt untersuchen lassen, um eine ernste Erkrankung auszuschließen. Zur Behandlung leichter Symptome sind Präparate mit pflanzlichen Extrakten durchaus sinnvoll", so Stief. Allerdings müssen sie über sechs bis neun Monate eingenommen werden. Eine Wirkung setzt meistens erst nach einigen Wochen ein ­ Geduld ist also notwendig.

Brennnessel

Aus der Wurzel dieser häufig als Unkraut" verschrienen Pflanze lässt sich ein Extrakt gewinnen, der eine Vielzahl von wirksamen Substanzen enthält. Brennnessel-wurzelextrakt soll unter anderem die Harnmenge erhöhen, die Restharnmenge senken und das Wachstum der Prostata stoppen.

Sägepalme

Im sonnenreichen Süden der USA ist die Sägepalme heimisch, deren Früchte wirksame Inhaltsstoffe enthalten. Sägepalmenextrakt ist vor allem hilfreich bei nächtlichem und häufigem Harndrang sowie beim Nachträufeln. Es gibt auch Kombinationen aus Sägepalme und Brennnessel oder Kürbis.

Arzneikürbis

Dass Kürbissamen bei Blasen-und Prostatabeschwerden helfen können, ist lange bekannt. Die dazu nötigen Inhaltsstoffe sind in ausreichenden Konzentrationen jedoch nur im Arzneikürbis, einer Spezialzüchtung, vorhanden. Kürbispräparate hemmen das Prostatawachstum, wirken entzündungshemmend, blasenstärkend und steigern die Harnmenge.

Kafferntulpe

Aus der afrikanischen Volksmedizin ist die Wurzel der Kafferntulpe (Hypoxis rooperi) als reichhaltige Quelle für Phytoste-role bekannt. Diese Substanzklasse wird erfolgreich zur Behandlung gutartiger Prostatabeschwerden eingesetzt.

Roggenpollen

Ein Extrakt aus Gräser- oder Roggenpollen enthält ebenfalls große Mengen an Phytosterolen und hat in Untersuchungen eine gute Wirksamkeit bei entzündlichen Prozessen an der Prostata gezeigt. Außerdem sollen Roggenpollenpräparate das Wachstum der Prostata eindämmen. Vermutlich hemmt der Extrakt die Bildung von Entzündungsvermittlern im Blut. dpa/ GesundheitPro

Die schlimmsten Fehler bei Prostata-Beschwerden

Fehler 1:

Langes Sitzen in der Kälte.

Kaum etwas schadet Ihrer Prostata so sehr wie die Verbindung aus langem Sitzen, Unterkühlung und starkem Alkoholkonsum (Biergarten-Kombination"). Dadurch steigt nicht nur die Gefahr eines Infekts der Harnwege und der Prostata, sondern auch die einer Harnsperre. Wärme (zum Beispiel durch Sitzbäder mit Kamille-Zusätzen) entspannt dagegen die Blase.

 

Fehler 2:

Wasserlassen hinauszögern.

Wer bei Harndrang mit dem Gang zur Toilette zu lange wartet, überdehnt seine ohnehin gereizte Blase. Auch dieser Fehler erhöht das Risiko einer Harnsperre.

Besser: Regelmäßig zur Toilette gehen und die Blase dabei möglichst vollständig leeren.

 

Fehler 3:

Zu spät zum Arzt gehen.

Untersuchungen zeigen, dass nur etwa jeder dritte Mann mit Prostata-Beschwerden in ärztlicher Behandlung ist. Je eher aber eine Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Chancen, die Beschwerden zu lindern und eine Operation zumindest hinauszuzögern. Bei Schmerzen im Unterleib oder in der Nierengegend müssen Sie sofort zum Arzt gehen.

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Last modified on:01/14/2008

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