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Ältere Männer haben häufig Probleme mit der Vorsteherdrüse. Präparate auf
Pflanzenbasis lindern die Symptome
Keine falsche Scham - fast jeder Mann in höherem Lebensalter hat Probleme
mit der Prostata. Fast jeder Mann im höheren Lebensalter dürfte davon
betroffen sein: Die Prostata, ein kastaniengroßes unscheinbares Organ am
Ausgang der Blase, beginnt sich zu vergrößern und verengt im Laufe der Zeit
den Blasenhals.
Die Folgen dieses Prozesses: ein schwächerer Harnstrahl, Nach-träufeln und
ein starker Harndrang besonders auch nachts. Es ist die häufigste gutartige
Erkrankung des alternden Mannes", erklärt Professor Christian Stief,
Chefarzt der Urologie am Klinikum München-Großhadern. Erbliche Faktoren
spielen dabei häufig eine Rolle.
Bei akuten Beschwerden sollten Sie sich aber zunächst unbedingt von Ihrem
Arzt untersuchen lassen, um eine ernste Erkrankung auszuschließen. Zur
Behandlung leichter Symptome sind Präparate mit pflanzlichen Extrakten
durchaus sinnvoll", so Stief. Allerdings müssen sie über sechs bis neun
Monate eingenommen werden. Eine Wirkung setzt meistens erst nach einigen
Wochen ein Geduld ist also notwendig.
Brennnessel
Aus der Wurzel dieser häufig als Unkraut" verschrienen Pflanze lässt sich
ein Extrakt gewinnen, der eine Vielzahl von wirksamen Substanzen enthält.
Brennnessel-wurzelextrakt soll unter anderem die Harnmenge erhöhen, die
Restharnmenge senken und das Wachstum der Prostata stoppen.
Sägepalme
Im
sonnenreichen Süden der USA ist die Sägepalme heimisch, deren Früchte
wirksame Inhaltsstoffe enthalten. Sägepalmenextrakt ist vor allem hilfreich
bei nächtlichem und häufigem Harndrang sowie beim Nachträufeln. Es gibt auch
Kombinationen aus Sägepalme und Brennnessel oder Kürbis.
Arzneikürbis
Dass Kürbissamen bei Blasen-und Prostatabeschwerden helfen können, ist lange
bekannt. Die dazu nötigen Inhaltsstoffe sind in ausreichenden
Konzentrationen jedoch nur im Arzneikürbis, einer Spezialzüchtung, vorhanden.
Kürbispräparate hemmen das Prostatawachstum, wirken entzündungshemmend,
blasenstärkend und steigern die Harnmenge.
Kafferntulpe
Aus der afrikanischen Volksmedizin ist die Wurzel der Kafferntulpe (Hypoxis
rooperi) als reichhaltige Quelle für Phytoste-role bekannt. Diese
Substanzklasse wird erfolgreich zur Behandlung gutartiger
Prostatabeschwerden eingesetzt.
Roggenpollen
Ein Extrakt aus Gräser- oder Roggenpollen enthält ebenfalls
große Mengen an Phytosterolen und hat in Untersuchungen eine gute
Wirksamkeit bei entzündlichen Prozessen an der Prostata gezeigt. Außerdem
sollen Roggenpollenpräparate das Wachstum der Prostata eindämmen. Vermutlich
hemmt der Extrakt die Bildung von Entzündungsvermittlern im Blut.
dpa/ GesundheitPro
Die schlimmsten
Fehler bei Prostata-Beschwerden
Fehler 1:
Langes Sitzen in der Kälte.
Kaum etwas schadet Ihrer Prostata so sehr wie die Verbindung aus langem
Sitzen, Unterkühlung und starkem Alkoholkonsum (Biergarten-Kombination").
Dadurch steigt nicht nur die Gefahr eines Infekts der Harnwege und der
Prostata, sondern auch die einer Harnsperre. Wärme (zum Beispiel durch
Sitzbäder mit Kamille-Zusätzen) entspannt dagegen die Blase.
Fehler 2:
Wasserlassen hinauszögern.
Wer bei Harndrang mit dem Gang zur Toilette zu lange wartet, überdehnt seine
ohnehin gereizte Blase. Auch dieser Fehler erhöht das Risiko einer
Harnsperre.
Besser: Regelmäßig zur Toilette gehen und die Blase dabei möglichst
vollständig leeren.
Fehler 3:
Zu
spät zum Arzt gehen.
Untersuchungen zeigen, dass nur etwa jeder dritte Mann mit
Prostata-Beschwerden in ärztlicher Behandlung ist. Je eher aber eine
Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Chancen, die Beschwerden zu
lindern und eine Operation zumindest hinauszuzögern. Bei Schmerzen im
Unterleib oder in der Nierengegend müssen Sie sofort zum Arzt gehen.
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