26 July, 2010

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Porzellansammlung Dresden

Eine Mitarbeiterin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden steht in der neuen Ostasien-Galerie der Porzellansammlung. (Archivbild vom 21.09.2006). Die Dort sind 700 zum Teil seit 1945 nicht dauerhaft gezeigte chinesische und japanische Porzellane zu sehen.

Dresden (dpa) - Die um 1715 begründete Porzellansammlung gilt als umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt. Sie verdankt ihre Entstehung dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August I., genannt der Starke (1670-1733), der seine Leidenschaft für das kostbare Material ironisch als Maladie des porcellaines" (Porzellan- Krankheit) bezeichnete.

Zwischen 1716 und 1718 wurde viel Porzellan aus China und Japan erworben. Dresden war damals einer der bekanntesten Orte der Chinoiserie (Chinamode) in Europa. Legendär ist der Tausch von 600 sächsischen Soldaten gegen 152 blau bemalte chinesische Porzellane zwischen Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. und dem Sachsen-Herrscher.

Die etwa 20000 Stücke umfassende Kollektion sollte im Japanischen Palais, einem dafür erworbenen und umgebauten Porzellan-schloss, prachtvoll zur Schau gestellt werden. Dieser Plan wurde aber nach dem Tod August des Starken wegen nachlassenden Interesses am weißen Gold" und Geldmangels nie vollständig verwirklicht.

1876 erhielt die Sammlung ein neues Domizil in der ehemaligen königlichen Gemäldegalerie, dem Johanneum. Nach Verkäufen im 19. Jahrhundert gab es in den 1920er und 1930er Jahren die Idee zur Einrichtung der Porzellansammlung. 1942 wurde der Bestand ausgelagert, 1945 als Kriegsbeute in die Sowjetunion abtransportiert und kehrte erst 1958 zurück. Seit 1962 sind etwa 750 Kostbarkeiten im Zwinger zu sehen.

(Internet: www.skd-dresden.de)

 

 

Last modified on:07/07/2008

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