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Dresden (dpa) - Die um 1715
begründete Porzellansammlung gilt als umfangreichste keramische
Spezialsammlung der Welt. Sie verdankt ihre Entstehung dem sächsischen
Kurfürsten Friedrich August I., genannt der Starke (1670-1733), der seine
Leidenschaft für das kostbare Material ironisch als Maladie des porcellaines"
(Porzellan- Krankheit) bezeichnete.
Zwischen 1716 und 1718 wurde viel Porzellan aus China und Japan erworben.
Dresden war damals einer der bekanntesten Orte der Chinoiserie (Chinamode)
in Europa. Legendär ist der Tausch von 600 sächsischen Soldaten gegen 152
blau bemalte chinesische Porzellane zwischen Preußenkönig Friedrich Wilhelm
I. und dem Sachsen-Herrscher.
Die etwa 20000 Stücke umfassende Kollektion sollte im Japanischen Palais,
einem dafür erworbenen und umgebauten Porzellan-schloss, prachtvoll zur
Schau gestellt werden. Dieser Plan wurde aber nach dem Tod August des
Starken wegen nachlassenden Interesses am weißen Gold" und Geldmangels nie
vollständig verwirklicht.
1876 erhielt die Sammlung ein neues Domizil in der ehemaligen königlichen
Gemäldegalerie, dem Johanneum. Nach Verkäufen im 19. Jahrhundert gab es in
den 1920er und 1930er Jahren die Idee zur Einrichtung der Porzellansammlung.
1942 wurde der Bestand ausgelagert, 1945 als Kriegsbeute in die Sowjetunion
abtransportiert und kehrte erst 1958 zurück. Seit 1962 sind etwa 750
Kostbarkeiten im Zwinger zu sehen.
(Internet: www.skd-dresden.de) |