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Wiesbaden (dpa) - Nach eigener
Einschätzung haben die meisten Älteren keine gesundheitlichen Probleme
Das Statistische Bundesamt interviewte ein Prozent der Bevölkerung zu
Gesundheitsthemen. Die Umfrage ergab, dass sich nur knapp 20 Prozent der
Senioren krank fühlen; 0,7 Prozent hatten eine Unfallverletzung. Die
Ergebnisse wurden im aktuellen Mikrozensus veröffentlicht. Bei einer
Befragung vor drei Jahren hatten 21,1 Prozent der Menschen ab 60 Jahren
angegeben, gesundheitliche Probleme zu haben. Im April 1999 waren es 20,9
Prozent.
Von den älteren Menschen fühlten sich die meisten in Berlin schlecht: Mehr
als 27 Prozent gaben dort an, krank oder verletzt zu sein. In Hamburg ging
es den befragten Senioren am besten, dort klagten nur 14,3 Prozent über
gesundheitliche Beeinträchtigungen. In Bremen fühlten sich nur 16,3 Prozent
der Befragten ab 60 Jahren krank oder hatten eine Unfallverletzung. Gründe
für diese regionalen Unterschiede konnte das Statistische Bundesamt nicht
nennen. Für den Vergleich wurde für alle Bundesländer eine einheitliche
Altersstruktur zu Grunde gelegt.
Frauen ab 60 Jahren klagten etwas häufiger (21,4 Prozent) über
gesundheitliche Probleme als Männer (19,4 Prozent). Die Allermeisten (93
Prozent) gingen mit ihren Beschwerden zum Arzt. Dabei kamen ältere Männer
mit einem Anteil von 16 Prozent häufiger ins Krankenhaus als Frauen (13
Prozent).
Von den jungen Menschen zwischen 15 und 40 Jahren klagten etwa 7,4 Prozent
der im vergangenen Jahr Befragten über gesundheitliche Probleme. Am
schlechtesten fühlten sich die jungen Menschen in Thüringen: 10,4 Prozent
gaben an, unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu leiden. Am besten
ging es den Menschen zwischen 15 und 40 Jahren in Hamburg und in
Brandenburg. Dort berichteten jeweils 6,5 Prozent über Beschwerden. |