06 October, 2008

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Vom Land der Brücken zum Malerweg der Romantiker

Der Bastei-Felsen in der Sächsischen Schweiz. (Bild: TMGS/Dittrich/dpa/gms)

Von Ralf Hübner

Plauen/Pirna (dpa) - Wandern in Deutschland ist meist Wandern im Mittelgebirge. Auch Sachsen bietet dazu viele interessante Möglichkeiten, etwa im Vogtland und in der Sächsischen Schweiz. Das achte Weltwunder" misst mehr als 570 Meter und ist aus 26 Millionen roten Ziegeln erbaut. Züge donnern in 78 Metern Höhe über die 1851 vollendete Göltzschtalbrücke bei Myhlau im Vogtland. Die größte Ziegelbrücke der Welt ist Krönung des Vogtland-Panorama-weges, der seit 2003 Wanderer in diesen Teil Sachsens lockt. Der Wanderweg ist wie eine Bilderschau der Landschaften des Vogtlandes", sagt Rolf Ebert, Präsident des Vogtland-Wanderverbandes.

Von der Göltzschtalbrücke aus geht es nach Süden. Fichtenwälder wechseln mit Bergwiesen, grünen Auen und Feldern. Immer wieder reicht der Blick bis ins Egerland und das Fichtelgebirge. Bei der Streckenführung des Panorama-weges werden Städte bewusst umgangen - der Wanderpfad muss also kurz verlassen werden, um zum Beispiel in Markneukirchen einen Blick ins Musikinstrumente-Museum zu werfen. Dann geht es weiter nach Bad Brambach und über Bad Elster nach Plauen. Die Vogtland-Hauptstadt ist vor allem für die Plauener Spitze bekannt, die im Alten Rathaus bestaunt werden kann.

Nördlich von Plauen weichen die Nadelwälder dem lichten Dach der Laubbäume. Der Wanderweg führt nun durch tiefe Täler und über die Elstertalbrücke, mit 279 Metern Länge zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt und gewissermaßen die kleine Schwester" der Göltzschtalbrücke. Die Weiße Elster, der größte Fluss des Vogtlandes, zwängt sich durch die enge Schluchten im Naturschutzgebiet Steinicht. Dann weitet sich die Landschaft, das Rauschen der Elster wandelt sich in ein Murmeln. Später führt der Weg weiter nach Thüringen in Richtung der Stadt Greiz und kommt nach einem Schwenk zur Göltzschtal-brücke zurück.

Der 220 Kilometer lange Vogtland-Panoramaweg erhielt als erster Weitwanderweg Ostdeutschlands das Siegel Qualitätsweg Wanderbares Deutschland". Honoriert wurden unter anderem die Naturbelassenheit und die gute Markierung. Nach Plänen der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen soll es künftig in jeder Tourismusregion des Bundeslandes einen solchen zertifizierten Wanderweg geben.

Nächster Kandidat ist der im Juni frei gegebene Malerweg" in der Sächsischen Schweiz. Er folgt in weiten Teilen der Route, den im 19. Jahrhundert Maler und Künstler zur böhmischen Grenze nahmen. Ebene Waldwege führen plötzlich in dunkle Schluchten, um dann wieder steil zum Licht aufzusteigen. Maler wie Caspar David Friedrich und die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff hielten die Felsen im Bild fest. Sie sollen dem Elbsandsteingebirge den Namen Sächsische Schweiz" gegeben haben, weil es sie an ihre Heimat erinnerte.

Von Wehlen steigt der Malerweg zum Bastei-Felsen auf, dann geht es durchs Polenztal und über Hohnstein zum Großen Winterberg. An vielen Gebirgsbächen stehen alte Mühlen, die sich in Gasthäuser verwandelt haben. Rund 1000 Kletterfelsen gibt es in der Region. Der 115 Kilometer lange Weg endet dann in Pirna. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz rät, die Strecke in acht Etappen zu durchwandern.

www.vogtlandtourist.de www.vogtlandwandern.de www.maler-weg.de www.sachsen-tourismus.de www.saechsische-schweiz.de

 

 

Last modified on:07/07/2008

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