19 August, 2008

153rd YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

Stand vom Montag

1 US $ = 0,6769  Euro

1 Euro = 1,4774 US $

Contact Us

Home/Start

Store

Newsstands

 

Sections

Ads/Anzeigen

Archives/Archiv

National Ad Rates

 

Deutsche

Churches/Kirchen

Clubs/Vereine

Radiostationen

 

Fußball

WM 2006

Links

 

Services

Internship/Praktikum

Subscribe

Purchase 150th Anniversary Issue

Address Change

 

 

Tragbare MP3-Player gefährlich für die Ohren

London (dpa) - Tragbare MP3-Player sind bei den Verbrauchern sehr beliebt. Doch viele drehen bei diesen kleinen, superleichten Musikabspielgeräten die Lautstär-keregler zu weit auf. Das britische Royal National Institute For Deaf People hat herausgefunden, dass 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen mindestens eine Stunde täglich Musik über Kopfhörer hören mit bis zu 105 Dezibel (dB(A)). In den USA gibt es sogar eine Sammelklage gegen einen Hersteller.

 

Hörschädeninbegriffen

Die ständig steigenden Ver-kaufszahlen der kleinen Geräte alarmieren auch das Nationale Akustische Institut in Sydney, Australien. Dort befürchtet man, dass es in naher Zukunft immer mehr ernste Hörschäden geben wird, weil jeder vierte Nutzer seine Musik viel zu laut hört.

In den Vereinigten Staaten kam es bereits zu einer Sammelklage gegen die Firma Apple, den Hersteller des beliebten iPod-Gerätes. Man wirft dem Unternehmen vor, zu wenig zum Schutz der Konsumenten zu tun. Diese könnten ihre Ohren beim Musikhören mit einer maximalen Lautstärke von 130 Dezibel belasten, was der Lärmbelastung eines Formel-1-Rennens entspräche. Apple hat inzwischen mit einem Computerprogramm reagiert, mit dem die Lautstärke der Geräte begrenzt werden kann.

EU-Richtlinie In Europa hatte schon vorher eine EU-Richtlinie die maximale Lautstärke tragbarer MP3-Player gesenkt. Wie die britische Studie zeigt, können die Geräte dennoch gehörschädigend laut eingestellt werden. So ist bei 105 Dezibel nach nur 25 Minuten die Lautstärkenbelastung erreicht, die man seinem Gehör innerhalb einer ganzen Woche (!) zumuten darf. Doch jeder dritte junge Brite belastet seine Ohren täglich mindestens eine Stunde mit dieser Dröhnung und nimmt damit bleibende Hörschäden in Kauf.

 

Wussten Sie schon, dass...?

... ab einem Dauerlärm von 80 Dezibel (dB(A)) Arbeitgeber passenden Gehörschutz zur Verfügung stellen müssen. Zum 1. Februar musste diese Richtlinie des Europäischen Parlaments in nationales Recht umgesetzt werden. Bisher lag der Wert bei 85 Dezibel.

... es durch Lärm zu Hörschäden kommen kann, aber auch zu Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien und Migräne. Konzentrationsprobleme sind ebenfalls ein Abfallprodukt zu hoher Lautstärken.

... Lärmschwerhörigkeit nach wie vor die häufigste anerkannte Berufskrankheit ist. Allein im öffentlichen Dienst mit zuletzt 291 Fällen jährlich. Beruflich verursachte Lärmschwerhörigkeit entsteht vor allem an Arbeitsplätzen mit hohem Verkehrsaufkommen, auf Baustellen und in Werkstätten.

... Gehörschutzstöpsel halten, was sie versprechen. Sie senken Lärm um mindestens 10 Dezibel und halten damit die vorgeschriebene Mindestschalldämmung ein. Dies ergab die Überprüfung der Stiftung Warentest.

...eine Hüftoperation Risiken birgt, ist bekannt. Doch wer hätte gedacht, dass auch der Chirurg in Gefahr ist? Er riskiert sein Gehör, denn die elektrischen Geräte bei Hüft- oder Knieoperationen sind extrem laut. Messungen an den Ohren von Chirurgen ergaben Spitzenpegel von 145 Dezibel, wie das Australian an New Zealand Journal of Surgery" mitteilt.

... Lärm das Tumorrisiko ansteigen lässt? Wer häufig einem Lärmpegel von mehr als 80 Dezibel (dB(A)) ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, ein gutartiges Akustikusneurinom zu bekommen. Dies stellten Forscher der Ohio State University in Columbus/USA und des Karolinska Institut in Stockholm fest. Dauerlärm über 80 Dezibel begünstigt offenbar den Hörnervtumor, der unter anderem zu Hör- und Gleichgewichtsproblemen führt.

... Lärm Rentiere töten kann? Der Lärm eines Jagdflugzeugs der dänischen Luftwaffe während eines Tiefflugmanövers kostete ein Rentier das Leben. Das Tier erlitt durch den ohrenbetäubenden Lärm einen tödlichen Schock. Der Besitzer und Arbeitskollege" des Rentiers, der als Weihnachtsmann tätige Olovi Nikkanoff, erhält nun umgerechnet rund 4.000 Euro Schadenersatz, um sich ein neues Rentier zu kaufen.

... Frösche unbegrenzt quaken dürfen? Die Bewohnerin eines Seniorenheims in Berlin-Spandau fühlte sich von quakenden Fröschen extrem gestört. Schließlich hatte sie gegen den Lärm geklagt und eine Umsiedlung der Tiere gefordert. Das Gericht war jedoch der Ansicht, dass Frösche und Molche unter strengem Schutz stehen. Es sei verboten, sie zu stören oder gar zu entnehmen. Naturschutz hat Vorrang.

 

 

Last modified on:07/07/2008

GACCMI

           
About us Affiliations   Webmaster  

`

© 1996-2008 Nordamerikanische Wochen-Post. All rights reserved.