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Frankfurt/Main (dpa) - Vom 1. April
an hängen die Gebühren für Übergepäck auf Flügen der Lufthansa vom Flugziel
ab. Das teilt die Fluggesellschaft in Frankfurt mit.
Bislang wurden die zusätzlichen Kosten anhand des Ticketpreises ermittelt,
wenn das Freigewicht der aufgegebenen Koffer überschritten wurde. Für die
neue Berechnung wurde das Streckennetz in fünf Zonen aufgeteilt. In Zone
eins auf Flügen innerhalb Deutschlands, nach Italien und Großbritannien
zahlen die Passagiere fünf Euro pro Kilogramm für ihre zu voll gepackten
Koffer. Innerhalb Europas - in Zone zwei - kostet ein Kilo Übergepäck den
Angaben zufolge zehn Euro. In Zone drei, die bis in den Mittleren Osten
reicht, werden 20 Euro pro Kilogramm Übergepäck fällig. Zone vier umfasst
Flüge nach Südamerika, Afrika und Asien - hier kostet das Kilo zu viel im
Gepäck 30 Euro. Bei Flügen zu den übrigen Flugzielen der Lufthansa - also in
Zone fünf - werden 40 Euro pro Kilogramm berechnet. Die Preise gelten bis
maximal 100 Kilo Gepäck. Bei noch schwereren Gepäckstücken erhöhen sich die
Kosten jeweils um die Hälfte.
Ausnahme sind Flüge in die USA , nach Kanada und nach Mexiko: Hier wird ein
Fixbetrag für zu schwere Gepäckstücke berechnet, der vom Abflugs- und
Zielort abhängt. So kostet zum Beispiel ein zu schwerer Koffer zwischen
Deutschland und San Francisco 110 Euro. Ursache für die Sonderregelung seien
Auflagen der amerikanischen Behörden, sagt ein Lufthansa-Sprecher.
Eine zweite Ausnahme besteht dann, wenn die Abfertigung der Lufthansa-Passagiere
von anderen Fluggesellschaften übernommen wird. Das Übergepäck wird dann wie
bisher nach den Regeln der International Air Transport Association (IATA)
berechnet. Danach zahlen Fluggäste pro Kilo Übergepäck 1,5 Prozent des
höchsten One-Way-Tarifs in der Economy Class des jeweiligen Fluges.
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